Was ist Carbonstahl ?

Carbonstahl wird auch als Kohlenstoffstahl bezeichnet. Dieser Stahl, der gerne für Messerklingen verwendet wird, besteht möglichst nur aus Eisen und 0,5 – 1,4% Kohlenstoff. Carbonstahl ist damit ein unlegierter oder niedrig legierter Stahl, der nur Kohlenstoff und nur wenig andere Legierungselemente enthält.

Taschenmesser aus diesem Carbonstahl haben die Eigenschaft guter Schnitthaltigkeit und feinster Schneiden, bei der Möglichkeit, die Klingen dünnstmöglich auszuschleifen. In dieser reinen Form ist das Gefüge im Stahl sehr feinkörnig und die Klingen erreichen damit eine enorme Schärfe und Härte von bis zu 65HRC (Rockwell) bei gleichzeitig hoher Flexibilität und Robustheit.. Die meisten Stähle, die für Taschenmesser Verwendung finden, haben einen Kohlenstoffanteil von mindestens 0,5%, um eine höhere Härte zu erzielen. Auch einige industriell hergestellte Messer bestehen aus Carbonstahl, zum Beispiel das preisgünstige Opinel-Messer aus Frankreich.

Was ist der Unterschied von Carbonstahl und rostfreien Stahl ?

Im Gegensatz zu rostfreien Messerklingen kann der Carbon-Stahl in Sachen Rostfreiheit nicht mithalten. Daher müssen diese Taschenmesser sorgsam gepflegt werden. Sie gehören nicht in die Spülmaschine. Nach dem Gebrauch sollt man sein Taschenmesser abspülen, trocken wischen und in einer trockenen Umgebung aufbewahren. Von Zeit zu Zeit sollte man dem Taschenmesser einen Tropen lebensmittelechtem Taschenmesser-Öl gönnen. So hat man lange Freude an einem Messer aus Carbonstahl. In Sachen Schärfe und Schnitthaltigkeit übertrifft jede Taschenmesser-Klinge aus Carbonstahl eine Messerklinge aus rostfreiem Stahl.

Wie wird Carbonstahl hergestellt ?

Die Prozedur, bei der der Gehalt an Kohlenstoff und anderen Elementen im Roheisen gesenkt wird, wird als Frischen bezeichnet. Dies bedeutet nichts anderes, als dass die unerwünschten Begleitelemente, wie zum Beispiel: Silicium (Si), Mangan (Mn), Schwefel (S), u. Phosphor (P) durch Zugabe von Sauerstoff verbrannt (oxidiert) werden. Die Reduktion des Kohlenstoffanteils im Eisen, geschieht durch Zugabe von Sauerstoff zum geschmolzenen Eisen, wobei der Kohlenstoff mit dem Sauerstoff verbrennt bzw. oxidiert und Kohlendioxid, CO2, entsteht. Kohlenstoff im Stahl Zum Kohlenstoffgehalt von Stahl: Wie bereits erwähnt, hat Roheisen einen Kohlenstoffanteil von etwa 4%. Durch Frischen verringert man diesen Wert auf 0,2-1,7% Kohlenstoff. Stahl mit einem C-Anteil in diesem Bereich ist härtbar und wird daher härtbarer Stahl genannt. Ist der Kohlenstoffanteil jedoch geringer als 0,2%, ist der Stahl nicht mehr härtbar.